Hunde und Übergewicht

Dezember 17, 2008 von  
Kategorisiert unter Allgemeines

Im Gegensatz zum Menschen hat der Hund zwar selten unter psychischen Problemen und mangelnder Anerkennung zu leiden, wenn er zu dick ist. Aber dennoch bleibt er von körperlichen Gesundheitsrisiken nicht verschont. Auch der zu dicke Hund kann Probleme in Form von Stoffwechselstörungen, sowie Kreislauf- und Gelenkproblemen bekommen.

Ab wann ist der Hund zu dick?

Wenn man die Frage beantworten möchte, ab wann ein Hund zu dick ist, muss man dabei auf jeden Fall beachten, dass das Verhältnis von Gewicht und Körpergröße bei nahezu jeder Rasse unterschiedlich ist. So hat ein Rottweiler von Natur aus auch im Verhältnis zur Größe ein viel höheres Normalgewicht, als zum Beispiel ein Windhund. Als Grundsatz kann man sich merken, dass der Hund noch Normalgewicht hat, wenn man seine Rippen ohne Probleme erfühlen kann.
Für jede Rasse gibt es die Möglichkeit, sich anhand statistischer Daten darüber zu informieren, in welchem Rahmen das Ideal- / Normalgewicht des Hundes in etwa liegt. Man kann diese Daten zum Beispiel beim Tierarzt oder beim Zuchtverband erhalten. Bei einem Mischling weiß oftmals der Tierarzt Bescheid, wie hoch das Normalgewicht in etwa sein muss. Das Übergewicht beginnt dann, wenn der Hund mehr als 15 Prozent über seinem idealen Gewicht liegt und man sollte dann mit der Reduzierung des Gewichtes starten. Dazu sollte man sich ein nicht zu hohes Ziel setzen, dass man auch erreichen kann. In der Regel hat es sich als optimal erweisen, wenn pro Woche eine Gewichtsreduktion von ca. zwei Prozent erzielt werden kann.
Liegt das Idealgewicht ihres Hundes also beispielsweise bei 15 Kilogramm und wiegt er aktuell rund 20 Kilogramm, so würde er das angestrebte Gewicht in ca. 12 Wochen erreichen können.

Die Motivation des Hundes ist sehr wichtig

Für den Hund ist es genauso schwer auf viele Leckereien, die zum Übergewicht geführt haben, zu verzichten, wie es bei uns Menschen der Fall ist. Daher sollte er auf unsere Unterstützung zählen können, denn auch für den Hund ist die richtige Motivation zur Gewichtsreduzierung wichtig. Da der Hund nicht eigenständig für eine Gewichtssenkung sorgen kann, müssen sie als Hundehalter die Organisation übernehmen, auch wenn es manchmal hart sein mag, dem Vierbeiner die gewohnten Leckerlies zu verweigern. Man muss allerdings nicht ganz auf alles verzichten, sondern es gibt auch kalorienarme Leckerlies wie zum Beispiel Karottenschnitze, die der Hund durchaus noch bekommen darf.

Eine professionelle Anleitung

Die Gewichtsreduzierung funktioniert am besten, wenn sie vom Tierarzt regelmäßig durch Wiegen kontrolliert wird. Zudem sollte man selber Buch führen und den Hund wöchentlich wiegen. Neben der richtigen Ernährung ist auch körperliche Bewegung sehr wichtig zur Unterstützung der Gewichtsreduktion. Die Ernährung kann man entweder selber auf ca. 60 Prozent der bisherigen Futtermenge reduzieren oder auf so genannte Light-Produkte umstellen. Vorteilhaft sind zudem mehrere kleinere Tagesmahlzeiten anstatt einer großen Mahlzeit.

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