BARF als Alternative zu Fertigfutter


Mit dem Akronym BARF bezeichnet man Rohfutter für Hunde, das nach Meinung vieler Hundezüchter und Tierärzte eine bessere Form der Ernährung ist als Fertigfutter. Der Begriff BARF wurde erstmals von der Amerikanerin Debbie Tripp verwendet, die es als Abkürzung für „Born Again Raw Feeders“ erfand, was soviel bedeutet wie „neugeborene Rohfütterer“.

Die unterschiedlichen Bedeutungen von BARF

Ursprünglich sind mit diesem Begriff die Hundehalter gemeint, die ihre Tiere wieder mit roher und frischer Nahrung füttern, die sie auch selbst zubereiten. Als neugeboren bezeichnet Debbie Tripp diese Hundebesitzer, weil sie eine völlige Kehrtwendung hinsichtlich der Ernährung ihrer Hunde vollzogen haben und ihre Tiere nun wieder so ernähren, wie es ihrer Natur entspricht.
Eine andere Bedeutung von BARF ist „Bones and Raw Foods“, was nichts anderes heißt als „Knochen und rohes Futter“, und damit keine Bezeichnung mehr für die Hundehalter ist, sondern die Zusammensetzung der Hundenahrung beschreibt.
Aber das Akronym BARF hat mittlerweile noch andere Bedeutungen erhalten. Eine davon ist „Biologically Appropriate Raw Foods“, was übersetzt heißt „biologisch geeignetes rohes Futter“. Dazu eine Kuriosität am Rande: Das englische Wort „barf“ bedeutet umgangssprachlich „erbrechen“, was bei manchen Hundebesitzern, die ihren Tieren rohes Fleisch zubereiten, wohl eher gemischte Gefühle hervorrufen dürfte!
Deutsche Hundebesitzer können mit dem Akronym BARF sicher mehr anfangen, wenn sie sich diese Abkürzung für „biologisch artgerechtes rohes Futter“ einprägen. Mit BARF ist kein bestimmter Diätplan gemeint, sondern einfach das Füttern von frischen und rohen Lebensmitteln, die der Hundebesitzer nicht von Futtermittelherstellern bezieht, sondern selbst zusammen stellt.

Warum BARF den Fertigfutterprodukten überlegen ist

Das Fertigfutter für Hunde besteht zu einem großen Teil aus Getreide, was der natürlichen Ernährungsweise der Tiere zuwiderläuft. Eine solche Ernährungsumstellung von Fleisch auf Getreide dauert in der Natur mindestens 10.000 Jahre, was erklärt, warum viele Hunde durch die getreidelastige Nahrung krank werden. Die Hunde hatten nämlich erst 60 Jahre Zeit, um sich an ein Futter zu gewöhnen, dessen Hauptbestandteil Getreide ist und nicht mehr das gewohnte Fleisch. Ihr Organismus wird mit dem Getreideangebot oftmals nicht fertig und reagiert mit vielerlei Beschwerden. So sind nicht nur Hautprobleme, Allergien und Verdauungsprobleme auf dem Vormarsch, sondern es häufen sich auch ernste Erkrankungen wie Krebs, Pankreatitis, Lebererkrankungen, Immunschwäche und Nierenkrankheiten. Die der natürlichen Ernährungsweise entgegen gesetzte Fütterung führt außerdem dazu, dass Wachstumsstörungen und auch Störungen der Fruchtbarkeit auftreten.
Viele Tierärzte und Hundezüchter sind der Ansicht, dass es die Umstellung auf Fertigfutter war, die dazu geführt hat, dass der Gesundheitszustand der Hunde sich in den letzten Jahrzehnten so verschlechtert hat. Deshalb wird nach Alternativen zu Fertigfutter gesucht, und eine dieser Alternativen ist BARF.
BARF ist dem Fertigfutter überlegen, weil dem Hund damit ein Futter vorgesetzt wird, das seinen natürlichen Nahrungsquellen sehr ähnlich ist, und das der Ernährungsform von wild lebenden Kaniden, wie etwa Wölfen, weitestgehend entspricht.