Entgiftung?


Da in Fertigfutter häufig minderwertige Zutaten enthalten sind, können sich im Organismus des Hundes auf die Dauer Giftstoffe und Stoffwechselschlacken ansammeln, die, wenn sie nicht ausgeschieden werden, zu diversen gesundheitlichen Beschwerden führen. Vor allem dann, wenn der Hund schon lange Zeit mit Fertigfutterprodukten gefüttert wurde, kann es zu größeren Ansammlungen von Schlackenstoffen kommen. Wird von Fertigfutter auf Rohfutter umgestellt, findet in vielen Fällen zeitnah eine Entgiftung des Organismus statt.

Die Symptome einer Entgiftung

Direkt nach der Ernährungsumstellung von Fertigfutterprodukten auf Rohfutter, oder auch noch eine Weile danach, beginnt der Organismus des Hundes damit, sich von den angesammelten Schlacken und Giften zu reinigen, in dem er sie auf natürlichem Wege ausscheidet. Dieser Vorgang nennt sich Entgiftung und ist eine wünschenswerte Reaktion des Körpers, die zumeist völlig harmlos ist und nach einiger Zeit wieder vorbei ist. Im Durchschnitt kann man davon ausgehen, dass der Hund etwa ein Vierteljahr braucht, um die durch die minderwertige Nahrung aufgenommenen Schlacken wieder loszuwerden.
Während des Entgiftungsprozesses zeigt der Hund Symptome wie Durchfall oder Schleim im Kot. Der Stuhlgang wird für eine Weile breiig und lose. Manche Tiere leiden auch unter Juckreiz, Erbrechen, so wie Ausfluss an Ohren und Augen. Auch Hautprobleme treten in dieser Zeit öfter auf, und der Hundebesitzer wird zudem einen unangenehmen Geruch an seinem Tier bemerken.
So schlimm die Entgiftungssymptome sich auch für den Hundehalter darstellen mögen – sie sind nicht gefährlich und dauern auch normalerweise nicht länger als etwa drei Monate. Wer seinem Hund gerne helfen möchte, kann versuchen, durch geeignete Kräuter oder homöopathische Behandlungen dessen Immunsystem zu stärken, so dass er weniger unter den unangenehmen Begleiterscheinungen der Entgiftung zu leiden hat.

Wie man eine Entgiftung von einer Erkrankung unterscheidet

Nun ist aber es aber nicht immer ganz einfach, festzustellen, was eine erwünschte Entgiftungsreaktion des Körpers ist und was im Gegenteil eventuell ein Symptom für eine ernste Erkrankung oder auch eine Futtermittelunverträglichkeit ist.
Bei einer Krankheit ist im Unterschied zu einem Entgiftungsprozess der Stuhlgang des Hundes auch noch nach Ablauf der üblichen Entgiftungszeit breiig und von Schleim überzogen. Auch wässriger Durchfall ist kein normales Entgiftungssymptom, sondern ein Hinweis auf eine möglicherweise ernste Krankheit. Dasselbe gilt, wenn der Hund wiederholt Blut im Stuhl hat. Auch häufiges und sehr starkes Erbrechen sollte man nicht zu schnell als Folge des Entgiftungsprozesses abtun, denn es ist nicht ausgeschlossen, dass diese Symptome eine andere Ursache haben.
Im Zweifel sollte man nicht zögern, seinen Hund dem Tierarzt vorzustellen und von diesem abklären zu lassen, welche genaue Ursache die erwähnten Symptome haben. Die Konsultation eines Tierarztes ist dem Austausch in Internetforen vorzuziehen, da man in diesen oft zu voreilig zu hören kriegt, dass es sich bei den vom Hundebesitzer geschilderten Symptomen sicher bloß um Entgiftungserscheinungen handele, was aber nicht immer zutreffend ist.