Was gegen die Verwendung von Fertigfutter spricht
Hunde gehören zur Ordnung der Karnivoren und ernähren sich normalerweise hauptsächlich von Fleisch. Die heute üblichen Fertigfutterprodukte enthalten jedoch einen hohen Anteil an Getreide, worauf der Organismus des Hundes nicht eingestellt ist. Die Folge können gesundheitliche Beeinträchtigungen der Tiere sein.
Fertigfutter aus überwiegend pflanzlichen Inhaltsstoffen für einen Fleischfresser?
Dass der Hund ein Fleischfresser ist, sieht man bereits an seinem Gebiss mit den kräftigen Eckzähnen. Auch der sehr kurze Darm des Hundes weist darauf hin. Pflanzenfresser haben einen viel längeren Darm und brauchen für die Verdauung rund 5 Tage, während es bei Hunden mit nur einem Tag viel schneller geht.
Hunde brauchen Fleisch, damit die Produktion der Verdauungssäfte angeregt wird, was bei der Verwendung von Fertigfutter zu Problemen führt. Denn durch den hohen Getreideanteil in diesen Produkten, der zwischen 60 und 90 Prozent liegt, wird nicht ausreichend Magensaft gebildet. Das aber hat zur Folge, dass nicht genügend Bakterien abgetötet werden, was zu Fehlgärungen, Durchfall und Parasitenbefall führen kann. Da das hoch erhitzte Fertigfutter auch kaum noch Enzyme besitzt, wird die Bauchspeicheldrüse mit deren Produktion überfordert.
Hunde sind wie ihre Vorfahren, die Wölfe, also nicht dafür geschaffen, große Mengen pflanzlicher Nahrung zu fressen. Ihre angemessene Nahrung sind vielmehr Beutetiere, durch deren vollständigen Verzehr sie alle nötigen Nährstoffe bekommen: Vitamine, Mineralstoffe, Fett, Eiweiß, Enzyme und Ballaststoffe.
Die Hundefuttermittelhersteller haben übrigens eine elegante Möglichkeit gefunden, um den hohen Anteil an Getreide in ihren Produkten zu verschleiern. Sie zählen die verschiedenen Getreidesorten nämlich alle einzeln auf, was zur Folge hat, dass nicht etwa das überwiegend verwendete Getreide als Ganzes an erster Stelle der Zutatenliste steht, sondern zum Beispiel das Fleischmehl, was auf den Kunden natürlich einen viel besseren Eindruck macht.
Was in Fertigfutter sonst noch alles enthalten sein kann
Selbst in den besseren Hundefutterprodukten dürfen bestimmte Körperteile von Tieren enthalten sein. So ist es zum Beispiel erlaubt, wenn die Füße, die Federn und sogar der Kot von Hühnern für Hundefutter mit verarbeitet wird. Erlaubte Nebenprodukte von Rindern sind neben Kot und Urin auch noch Hoden, Hufe und Fell. All diese Bestandteile dürfen im Hundefutter enthalten sein und fallen unter so wenig aussagekräftige Begriffe wie tierische Nebenprodukte, Geflügelfleischmehl, Fischmehl, Knochenmehl oder Trockenschnitzel.
Noch schlimmer ist die Tatsache, dass die Abdeckereien oft nicht einmal die Plastikverpackungen von abgelaufenem Fleisch entfernen oder verendeten Tieren die Halsbänder entfernen! All das landet einfach mit im Hundefutter.
Einige Futtermittelhersteller geben an, bei ihren Produkten auf die Verwendung von Chemikalien, Geschmacksverstärkern und Konservierungsmitteln zu verzichten. Da stellt sich allerdings die Frage, wie es denn sein kann, dass diese Futtermittel trotzdem eine Haltbarkeit von mindestens einem Jahr haben. Die Lösung: Viele Hundefutterhersteller kaufen Grundsubstanzen ein, die diese Konservierungsstoffe bereits enthalten. Da sie selber dann keine eigenen Stoffe zur Haltbarmachung mehr einzusetzen brauchen, entfällt auch die Kennzeichnungspflicht!



