Hunde sind Karnivoren
Hunde sind wie ihre Vorfahren, die Wölfe, Karnivoren. Zwar fressen Wölfe auch Beeren, Kräuter, Gräser und Obst, aber ihre Hauptnahrungsquelle aber ist Wild, von dem sie alles auffressen bis auf die größeren Knochen sowie einen Teil des Magendarminhalts, der Haut und des Fels. Dadurch dass der Wolf das ganze Tier verzehrt, bekommt er alle lebenswichtigen Nährstoffe wie Eiweiß, Mineralien, Fett, Vitamine, Enzyme und Ballaststoffe.
Die Merkmale von Fleischfressern
Hunde haben das Gebiss eines Karnivoren. Ein typisches Merkmal sind die kräftigen Eckzähne sowie die scharfkantigen Backenszähne. Im Speichel eines Hundes finden sich kaum Verdauungsenzyme. Zudem ist der wenige Speichel sehr zähflüssig. Er dient dazu, die aus größeren Brocken bestehende Nahrung gleitfähig zu machen. Im Vergleich zum Magen eines Pflanzenfressers ist ein Hundemagen sehr groß. Und in seiner Magensäure findet man zehnmal mehr Salzsäure als in der Magensäure eines Menschen.
Zur Produktion der Verdauungssäfte benötigt der Hund den Schlüsselreiz Fleisch. Deshalb ist klar, dass eine Ernährung, die einen hohen Getreideanteil hat, einem Hund Probleme bereiten kann. Fertigfutter besteht aber zu einem großen Teil aus Getreide. Das wiederum heißt, dass der für die Produktion der Magensäfte nötige Schlüsselreiz fehlt. Da deswegen nicht genügend Bakterien abgetötet werden, kann es zu Fehlgärungen, Magenumdrehungen, Parasitenbefall und Durchfall kommen. Die nicht artgerechte Ernährung schädigt zudem das Gebiss. Es kommt vermehrt zu Zahnstein und Zahnfleischentzündung, die schlimmstenfalls sogar eine Schwächung des Immunsystems nach sich zieht.
Die Problematik von Fertigfutter
Die Aminosäuren die ein Hund benötigt, um ein gesundes Gewebe und ein gesundes Immunsystem aufzubauen, finden sich in rohem Fleisch. Beim Kochen von tierischem Eiweiß verändern sich viele der Aminosäureketten so, dass der Hund sie nicht mehr verwerten kann. Das Eiweiß in Fertigfutter wird schwer verdaulich, und außerdem gehen durch das Erhitzen viele Mineralien verloren. Auch sind kaum noch Enzyme vorhanden, was die Bauchspeicheldrüse des Hundes überfordert, die mit großen Mengen pflanzlicher Nahrung nicht fertig wird.
Problematisch ist auch das fast gänzliche Fehlen von Omega-3-Fettsäuren. Und andere Fette werden durch Konservierungsmittel haltbar gemacht, die die Bildung von weißen Blutkörperchen verhindern und das Immunsystem schwächen.
Die gekochten Nahrungsmittel enthalten so wenige Vitamine, Enzyme und Mineralstoffe, dass die Futtermittelhersteller diesen Mangel dadurch auszugleichen versuchen, dass sie diese Nährstoffe dem Futter nachträglich zusetzen. Diese schwer verdaulichen Präparate machen viele Hunde krank, die dann durch ein spezielles Diätfutter von den Folgen einer nicht artgerechten Ernährung geheilt werden müssen.
Karnivoren benötigen eine Rohernährung
Vor den Gefahren des Fertigfutters wurde bereits in den fünfziger Jahren gewarnt. Was Hunde stattdessen benötigen, ist eine Ernährung nach den Prinzipien von BARF. Hundezüchter, die nach diesen Kriterien füttern, berichten, dass ihre Hunde sich einer besseren Gesundheit erfreuen. So verschwinden zum Beispiel viele Hautprobleme, und die Hunde verfügen über mehr Energie. Die Hündinnen kommen mit Trächtigkeit und der Versorgung der Welpen besser zurecht, und die Welpen wachsen gesünder auf als Hunde, die mit Fertigprodukten ernährt werden.
Zwar ist es meistens nicht möglich, wie in der freien Natur, ganze wild lebende Tiere zu verfüttern, aber mit der BARF-Ernährung wird die natürliche Nahrung eines wild lebenden Kaniden so gut wie möglich nachgeahmt. Es darf allerdings nicht nur Fleisch gefüttert werden, da es sonst zu Mangelerscheinungen kommen kann. Es ist also nötig, sich mit den Nahrungsbedürfnissen von Hunden etwas genauer auseinanderzusetzen und sich darüber klar zu werden, dass der Hund mit allen nötigen Nährstoffen versorgt werden muss, wobei nicht nur sein Alter, sondern auch sein Gesundheitszustand berücksichtigt werden muss.


