Parasiten beseitigen
Wenn ein Hund von Parasiten befallen ist, ist eine Entwurmung unvermeidlich. Am besten führt man eine Wurmkur kurz vor Vollmond durch, da die Parasiten sich um diese Zeit angeblich besonders stark vermehren, sehr aktiv sind und auch weiter als gewöhnlich aus der Darmschleimhaut treten. Auch wenn diese These möglicherweise wissenschaftlich noch nicht genügend nachgewiesen ist, schadet es zumindest nichts, wenn man sich an diesen Zeitplan hält.
Kräuterpillen zur Unterstützung der Entwurmung
Man formt kleine Bällchen aus einer Mischung von etwas Mehl und Honig, so wie je einem Teelöffel Salbei, Thymian, Minze und Wermutkraut. Hat der Hund einen Bandwurm, ist eine Mischung aus Wermut, Cayenne und Raute empfehlenswert.
Die Kräuterkügelchen sollten etwa so groß wie Haselnüsse sein. Für einen Hund von 30 kg Körpergewicht benötigt man 5 bis 6 dieser selbst gemachten Kräuterpillen.
Wie eine Wurmkur aussehen kann
Erster Tag: Ein Tag lang sollte der Hund fasten, bei starkem Parasitenbefall besser 2 bis 3 Tage. Er erhält keine feste Nahrung, dafür aber am Abend 1 bis 2 Esslöffel voll Rizinusöl mit viel Wasser und eventuell etwas Honig und Zitrone. Zweiter Tag: Am Morgen bekommt der Hund die Kräuterpillen und etwa 30 Minuten danach das Rizinusöl verabreicht. Einige Stunden später darf er eine leichte und sehr flüssige Mahlzeit zu sich nehmen. Dafür eignet sich ein Brei aus Slippery Elm Baumrindenöl, zusammen mit Honig so wie Hüttenkäse oder Joghurt. Mit Wasser angerührt, wird Slippery Elm zu einem Gel, das die Eigenschaft besitzt, den Verdauungstrakt zu beruhigen. Außerdem hilft es dabei, die Parasiten und deren Eier aus dem Magen-Darm-Trakt herauszuziehen.
Dritter Tag: Der Tag beginnt wieder mit den Kräuterpillen, allerdings nur noch in der halben Menge. Und wie am zweiten Tag erhält der Hund 30 Minuten später wieder einen Brei vorgesetzt. Abends bekommt er noch eine leichte Mahlzeit, für die sich zum Beispiel Hüttenkäse, Eier und Gemüse eignen.
Vierter Tag: Morgens erhält der Hund die Kräuterpillen in halber Menge und außerdem noch zwei leichte Brei-Mahlzeiten wie am zweiten Tag. Abends kann er dann schon eine kleine Portion Fleisch bekommen, zusammen mit etwas Knoblauch und kleingeschnittenem Grünzeug.
Fünfter Tag: Mahlzeiten wie am vierten Tag, nur mit einer größeren Fleischmenge
Sechster Tag: Jetzt kann wieder normal gefüttert werden, allerdings bei Verzicht auf schwerverdauliche Nahrung wie Knochen.
Parasitenbefall vorbeugen
Nach einer mit natürlichen Mitteln durchgeführten Wurmkur sollte man vorsichtshalber von einem Tierarzt anhand einer Kotuntersuchung feststellen lassen, ob der Hund die Parasiten auch wirklich losgeworden ist und nun wieder wurmfrei ist.
Vor einem erneuten Parasitenbefall schützt Rohfutter, da es hilft, den Darm sauber zu halten. Auch Nahrungsmittel wie Kürbiskerne, Knoblauch, geriebene Möhren, so wie Kokosflocken und Kokosöl, können dabei helfen, einem Befall durch Parasiten vorzubeugen. Dazu gibt man etwa drei- bis viermal pro Woche etwas von diesen Zutaten ins Hundefutter.


