Vorurteile und Vorteile der BARF-Ernährung
Obwohl die BARF-Ernährung der Natur des Hundes angemessen ist und auch nicht besonders kostspielig ist, bestehen ihr gegenüber bei vielen Hundebesitzern Vorurteile. Ängste, seinen Hund ohne Fertigprodukte nicht ausreichend mit allen nötigen Nährstoffen versorgen zu können, werden von der Futtermittelindustrie gezielt geschürt.
Die Vorurteile gegenüber BARF
Für BARF wird rohes Fleisch verwendet, vor dem viele Tierärzte und Hundfuttermittelhersteller warnen. Sie sagen, dass der Hund durch den Verzehr von rohem Fleisch Salmonellen und Parasiten bekommen könne. Auch vor Knochen wird gewarnt, da sie lebensgefährlich seien. Und außerdem sei eine Rohernährung viel zu teuer und beanspruche zu viel Zeit.
Tatsache ist aber, dass die Verdauung des Hundes nun mal von Natur aus auf Knochen und rohes Fleisch eingestellt ist. Da bei der Rohernährung auch ausreichend Magensaft produziert wird, der schädliche Bakterien vernichtet, ist ein Befall durch Parasiten selten. Und ein gesunder Hund wird ohnehin mit Bakterien, Parasiten und Salmonellen fertig, da sie in der Natur überall zu finden sind.
Auch was die angeblich so hohen Kosten für BARF betrifft, kann Entwarnung gegeben werden. Denn die Rohernährung ist nicht teurer als ein durchschnittliches Fertigfutterprodukt, da man dafür ja häufig die Reste der eigenen Mahlzeiten verwendet.
Welche Vorteile die BARF-Ernährung hat
Weit davon entfernt, dem Hund durch BARF wichtige Nährstoffe vorzuenthalten, bekommt er diese gerade durch eine Rohernährung in optimaler Menge. Die Futtermittelhersteller beunruhigen die Hundebesitzer zwar mit dem Slogan, dass nur durch Fertigfutter gewährleistet sei, dass der Hund zu jeder Mahlzeit alle nötigen Nährstoffe im richtigen Verhältnis bekommt, aber dieses „Ideal“ wird in der freien Natur von keinem einzigen Lebewesen erreicht. Das ist auch gar nicht nötig. Wichtig ist nur, dass die Tiere in einem angemessenen Zeitraum alle wichtigen Nährstoffe zu fressen bekommen, was bei einer abwechslungsreichen BARF-Ernährung der Fall ist.
Die Sorge über eine mögliche Mangelernährung durch BARF ist also völlig unbegründet, und auch das übertriebene Anreichern der Nahrung mit Ergänzungsmitteln muss nicht sein und wird sich legen, wenn der Hundebesitzer sieht, wie gut seinem Tier die natürliche Ernährungsweise bekommt:
Hunde, die mit BARF ernährt werden, haben starke Sehnen und Bänder, so wie eine gut entwickelte Muskulatur. Sie haben ein schönes und glänzendes Fell. Sie werden nur selten von Parasiten befallen und verfügen über ein leistungsfähiges Immunsystem. Stellt man die Ernährung auf BARF um, wird man zudem feststellen, dass die Hunde weniger Zahnstein haben und ihren üblen Geruch verlieren. Sie haben weniger Wachstumsprobleme als Hunde, die mit Fertigfutter ernährt werden und leiden auch seltener an arthritischen Erkrankungen. Was durch Rohernährung ebenfalls stark reduziert werden kann, ist das Risiko von Magendrehungen.
Die BARF-Ernährung führt auch dazu, dass der Hund wesentlich weniger Kot ausscheiden muss als bei einer Ernährung, die einen hohen Anteil an Getreide hat, wie es bei Fertigfutterprodukten der Fall ist.
Und nicht zuletzt: Dieses Fressen schmeckt den Hunden einfach!


