Trächtige Hunde
Beginnt das letzte Drittel der Trächtigkeit der Hündin sollte auch ihr Futter an den erhöhten Energiebedarf angepasst werden. Ab diesem Zeitpunkt wächst der Fötus in der Hündin exponentiell, wodurch ein erhöhter Nährmittel- und Energiebedarf bei der Hündin auftritt. Auch auf den Proteingehalt des Futters muss nun geachtet werden. Die Menge sollte bei mindestens 35% Protein liegen. Zusätzlich ist ein hoher Fettgehalt der Nahrung sinnvoll um die Verdauung anzuregen – außerdem steigert ein hoher Fettgehalt die Energiedichte des Futters. Der Anteil an Kohlenhydraten sollte über 20% sein aber auch Kalzium und Phosphor müssen erhöht zugeführt werden. Beispielsweise die tägliche Zugabe einer Rinderleber zum Futter der tragenden Hündin hilft bereits der Hündin zumindest einen Teil der Nährstoffe zuzuführen. Allgemein kann das Trocken bzw. Dosenfutter durch Hinzugabe von frischen Bestandteilen den Energie- und Nährstoffgehalt der Mahlzeit steigern.
Das richtige Hundefutter in den letzten Wochen
Da jedoch vor allem bei großen Rassen die Gebärmutter vor allem in der letzten Woche der Trächtigkeit sehr groß ist (sie füllt einen Großteil der Bauchhöhle aus), kann die Futteraufnahme ggf. sinken. Dies sollte bei der Zusammenstellung der Mahlzeit unbedingt beachtet werden. Insgesamt bedeutet dies, dass besonders in den letzten Wochen der Trächtigkeit ein deutlich höherer Bedarf an Energie und Nährwerten besteht der durch ein hochwertiges, energiedichtes und vor allem gut verdauliches Futter gedeckt werden muss. Um die geringe Nahrungsaufnahme vor allem zum Ende der Trächtigkeit auszugleichen, sollte mehrmals am Tag gefüttert werden.
Das richtige Hundefutter nach dem Wurf
Sobald die Hündin geworfen hat, hängt ihr weiterer Nährstoffbedarf von der Anzahl ihrer Welpen ab. Sie produziert je nach Welpenzahl Milch, die das Hauptnahrungsmittel der Welpen in den ersten Wochen ist. Das stellt hohe Anforderungen an den Körper der Hündin. Im Idealfall sollte sie direkt nach der Geburt ungefähr 5-10% mehr Körpergewicht als vor der Trächtigkeit aufweisen. Dann hat sie vor allem für die anstrengende Anfangsphase des Säugens genügend Reserven. Aber durch das Futter kann die Hündin in der Milchproduktion unterstützt werden. Je mehr Welpen sie hat, desto mehr Nährstoffe braucht sie auch jetzt. Der Energiegehalt sollte ebenfalls ausreichend gewählt sein. Gegebenenfalls sind auch hier mehrere Mahlzeiten pro Tag hilfreich. Ab der 5. Woche beginnt die Milchproduktion zu sinken, da nun die Welpen auch beginnen feste Nahrung zu sich zu nehmen. Das Futter der Hündin kann nun langsam wieder auf einen normalen Energiebedarf umgestellt werden.



