Hundefutter für übergewichtige Hunde
Leistungsgerechte Ernährung des Hundes
Wie auch beim Menschen, sollte der Hund seiner körperlichen Leistung angepasste Ernährung erhalten.
Entgegen allgemein verbreiteter Meinung benötigt z.B. ein Renn- oder Gebrauchshund nur geringfügig erhöhte Energiezufuhr, Jagd- oder Hütehunde dazu im Vergleich haben einen doppelt erhöhten Bedarf und Schlittenhunde sogar einen dreifach höheren Energiebedarf, wie weniger aktive Hunde im Vergleich.
Leistungsaktive Hunde sollten zwei Stunden vor der Aktivität keine volle Mahlzeit mehr zu sich nehmen, da dies den Hund nur behindern würde. Jedoch sollte man darauf achten, dass zur Vorbeugung von Unterzuckerung nochmals kleine leichtverdauliche Happen verabreicht werden.
Letztendlich darf man sich als verantwortungsbewusster Hundeführer jedoch nicht nur auf grobe Richtlinien verlassen. Bei dem eigenen Hund handelt es sich immer um ein Individuum, welches auf Gewicht und Gesamtzustand hinsichtlich der Ernährung genauestens beobachtet werden sollte.
Art- und rassegerechte Ernährung des Hundes
Auch die Anbieter von Hundefutter passen sich mit ihren Produkten den steigenden Anforderungen an. Spezielle Futtersorten für verschiedene Rassen, für unterschiedliche Hundegrößen oder auch angepasst auf das Alter des Hundes, stellen den Hundebesitzer vor die Qual der Wahl. Selbstverständlich entbehren diese verschiedenen Sorten an Hundefutter nicht ganz jeglicher Grundlage; man sollte die Unterscheidung nach einzelnen Rassen jedoch nicht überbewerten, denn auch Mischlingshunde vertragen diese Nahrung sehr gut oder der Hund der einen Rasse bevorzugt das Futter der anderen und trägt keinerlei Mangelerscheinungen davon.
Ein wesentlicher Faktor, zur Beachtung bei der Fütterung, ist jedoch das Alter des Hundes. Welpen und junge Hunde, die im Wachstum sind, benötigen von der Zusammensetzung her anderes Futter, als ein alter Hundesenior, der weitaus weniger Bewegung hat. Besonders bei großen Rassen hilft spezielles Welpen- und Aufzuchtfutter und hat sich hinsichtlich einer Vermeidung von Gelenk- und Knochenschäden bewiesen.
Die Wahl des richtigen Hundefutters
Auch bei der Wahl des richtigen Futters sollte das Individuum Hund selbst immer im Auge behalten werden. Spezielle Vorlieben des Vierbeiners oder Unverträglichkeiten oder auch Zusätze im Futter sollten immer in die Wahl des richtigen Hundefutters mit einbezogen werden.
Wie beim Menschen, führt auch beim Hund eine unausgewogene Kombination von Energiezufuhr und Aktivität zu Übergewicht. Nachdem eine hormonelle Störung als Ursache für das Übergewicht des Hundes ausgeschlossen ist, sollte man als verantwortungsvoller Hundeführer zusammen mit dem Tierarzt an einer gezielten Gewichtsreduzierung des Hundes arbeiten.
Alleine der Einsatz von kalorienreduziertem Futter führt oftmals zu keiner oder nur zu einer geringen Gewichtsabnahme des Hundes, denn einmal angelegte Fettzellen können sich auch auf kleiner Energieflamme weiterhin hartnäckig halten.
Mit einer speziellen Reduktionsdiät vom Tierarzt oder sogar Medikamenten, welche die Fettaufnahme reduzieren, kann hier unterstützend eingewirkt werden.
Gewichtsreduzierung durch Hundefutter?
Um das Gewicht des Hundes wieder in den Griff zu bekommen, gilt es, ein gezieltes und auf den Hund angepasstes Komplettprogramm zu absolvieren um auch hier den Jojoeffekt zu vermeiden.
Als gesundheitlich unbedenklich gilt grundsätzlich eine Gewichtsreduzierung von 2 % bei einem Hund.
Mindestens einmal in der Woche Wiegen sollte genauso zum Diätprogramm des Hundes gehören, wie eine stufenweise Steigerung der täglichen körperlichen Aktivität. Für einen genauen Überblick über die aufgenommene Kalorienmenge, sollte vorerst täglich Protokoll geführt werden und dann die Energiemenge wiederum langsam und schrittweise reduziert werden.
Dies kann durch kalorienreduziertes Futter, Reduzierung der Futtermenge und/oder der Reduzierung der Leckerlis erfolgen. Auch oder gerade Selbstzubereiter von Hundefutter haben hier beste Eingriffsmöglichkeiten, indem durch Wegfall von fetten und energiereichen Zutaten eine deutliche Kalorienreduktion erwirkt werden kann. Grundsätzlich sollte jede Futterration jedoch mindestens 2% an Fettgehalt haben, kaltgepresstes Pflanzenöl statt tierischer Fette ist hier eine gute Alternative.
Fettarmes Fleisch, Fisch, Gemüse und Kartoffeln statt Reis oder Nudeln und die Zugabe von Rohfasern wie Speisekleie sättigen den Hund bei deutlich geringerer Energiezufuhr. Als kalorienreduzierte Knabberei empfiehlt sich getrocknete Rinderlunge.
Auch oder gerade bei Gewichtsreduzierung muss der Hundehalter wiederum das Individuum Hund genauestens beobachten, um die einzelnen Wirkungsweisen und Diätmaßnahmen ideal auf diesen abstimmen zu können. Hierzu empfiehlt sich auch immer wieder die kompetente Kontrolle durch den Tierarzt und die Überprüfung des Hundefutters.


