Hundefutter und Beschwerden


Manche Beschwerden eines Hundes sind darauf zurückzuführen, dass er nicht das richtige Futter bekommt. Viele Hunde leiden mittlerweile unter ähnlichen Zivilisationskrankheiten wie der Mensch: Sie haben Probleme mit der Verdauung, ein schlechtes Gebiss und krankes Zahnfleisch. Sie leiden unter Allergien, Erkrankungen der Haut und des Fells, und bleiben auch von Rheuma, Krebs, Diabetes, Herz-Kreislauf-Krankheiten und Leber- Nierenerkrankungen nicht verschont.

Beschwerden durch Fertigfutterprodukte

Die natürliche Nahrung eines Hundes ist Frischfleisch, denn auch in der freien Natur fressen seine Vorfahren, die Wölfe, Beutetiere mitsamt deren Mageninhalt. So bekommt der Karnivore alle wichtigen Nährstoffe: Eiweiß, Kohlenhydrate, Fette, Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Wer seinen Hund mit BARF so artgerecht wie möglich ernährt, wird also die wenigsten Probleme mit dessen Gesundheit haben, vor allem dann, wenn er seinem Tier auch Knochen vorsetzt, die für die Gesundheit von Zähnen und Zahnfleisch wichtig sind.
Bei Fertigprodukten kann das aber anders sein, vor allem deshalb, weil viele von ihnen einen recht hohen Getreideanteil haben. Auf die Verdauung großer Mengen von Getreide sind der Magen und der Darm eines Hundes aber nicht eingerichtet, so dass es allein deshalb zu Verstopfung, Blähungen und anderen Verdauungsbeschwerden kommen kann.
Nicht selten besteht bei einer einseitigen Ernährung des Hundes mit Fertigprodukten auch ein Mangel an bestimmten essentiellen Fettsäuren wie Omega-3, was sich negativ auf die Beschaffenheit der Haut auswirken kann. Und wenn der Hund Allergien aufweist, könnte ein Grund dafür darin zu suchen sein, dass sein Futter Abfallprodukte, Konservierungsstoffe sowie andere künstliche Zusatzstoffe enthält.

Die besonderen Bedürfnisse von Welpen, Seniorenhunden und Leistungshunden

Gerade bei Welpenfutter ist es besonders wichtig, das passende Futter zu finden, da diese Hunde sich noch in der Entwicklung befinden, die bei falscher Fütterung beeinträchtigt werden kann. Das Augenmerk sollte vor allem auf einer optimalen Versorgung mit Calcium liegen, da sowohl zuviel als auch zuwenig Calcium im Futter zu Störungen des Knochenwachstums führen kann.
Auch Seniorenhunde benötigen eine spezielle Ernährung, die Rücksicht nimmt auf die Altersbeschwerden dieser Tiere. So benötigen alte Hunde weniger energiereiche Nahrung als in jungen Jahren, und das Futter muss außerdem besonders leicht verdaulich sein, da ein Senior nicht nur Probleme mit den Zähnen haben kann, sondern auch die Nährstoffe schlechter verwertet als ein junger Hund.
Bei Leistungshunden schließlich können sich Beschwerden wie Leistungsschwäche ergeben, wenn der Hundebesitzer bei der Fütterung nicht berücksichtigt, dass diese Tiere nicht nur einen hohen Energiebedarf haben, sondern eventuell auch noch zusätzliche Nährstoff- und Vitaminergänzungen benötigen.
Um gesundheitlichen Beschwerden vorzubeugen, sollte der Hundebesitzer genau darauf achten, ein Futter zu kaufen, das den speziellen Bedürfnissen seines Tieres angepasst ist.