Verstopfung
Neben ernsthaften Magen-Darm-Erkrankungen, Würmern, Nervenschäden oder einengenden Verletzungen im Beckenbereich sind es oft mangelnde Bewegung sowie eine falsche Fütterung, die bei Hunden zu Verstopfung führen können. Mit dem richtigen Hundefutter, ausreichend Flüssigkeit und regelmäßigen Spaziergängen kann der Hundebesitzer seinem Tier dabei helfen, dass es mit der Verdauung wieder klappt.
Wie falsches Hundefutter zu Verstopfung führt
Hunde, die vor allem Trockenfutter bekommen, leiden gelegentlich deshalb unter Verstopfung, weil sie zuwenig Wasser trinken, was gerade bei dieser Ernährungsform besonders wichtig ist. Es ist also darauf zu achten, dass der Hund immer frisches Wasser zu trinken hat. Hat man den Eindruck, dass er trotzdem nicht genug trinkt, kann man das Trockenfutter vorher in warmem Wasser etwas einweichen, um den Feuchtigkeitsgehalt zu erhöhen. Genügend Flüssigkeit ist notwendig, um die Magen-Darm-Funktionen gesund zu erhalten.
Es ist auch möglich, dass die Verstopfung dadurch entstanden ist, dass der Hund zu viele Knochen gefressen hat oder sich Haare und andere Fremdkörper in seinem Enddarm befinden, die dort zu harten Massen geworden und nicht ausgeschieden werden können.
Wie man seinen Hund bei Verstopfung füttern sollte
Neben viel Wasser ist vor allem eine Ernährung mit einem hohen Rohfaserstoffgehalt zu empfehlen. Die Ballaststoffe binden Wasser im Kot und machen ihn so gleitfähiger und weicher. Auch sorgen sie dafür, dass die Darmtätigkeit angeregt wird, da der Darminhalt durch sie stark vergrößert wird.
Bei Verstopfung sollte man auf die Fütterung mit Knochen vorerst verzichten und stattdessen auf Knabberstangen zurückgreifen, mit denen man auch etwas für die Zahnpflege seines Hundes tun kann.
Viele Hundebesitzer berichten, dass es ihren Hunden hilft, wenn sie neben einem speziellen Diätfutter noch etwas gekochten Leinsamen zu fressen kriegen. Auch Milchzucker kann helfen, die Verdauung zu normalisieren und natürlich Öl, wobei man auf Rizinusöl nur bei wirklich schweren Verstopfungen zurückgreifen sollte. Vielleicht klappt es mit der Verdauung auch schon wieder, wenn man seinem Hund etwas Butter, Joghurt oder Sahne ins Futter mischt, um den Kot weicher zu machen.
Und ganz wichtig ist es, dafür zu sorgen, dass der Hund genug Bewegung hat. Am besten macht man etwa eine halbe bis eine Stunde nach der Fütterung einen Spaziergang mit ihm, der dazu beiträgt, die Verdauungstätigkeit anzuregen.
Bleibt die Verstopfung trotz aller Gegenmaßnahmen länger als 2 Tage bestehen und leidet der Hund sichtlich darunter, sollte man einen Tierarzt zu Rate ziehen, der die Ursachen abklärt und dem Tier durch einen Einlauf oder ähnliches Erleichterung verschafft.


