Industriell hergestelltes Hundefutter
Nach deutschem und EU-Recht für Futtermittel, müssen die Erzeuger das Futter charakterisieren und die Inhaltsstoffe deklarieren. Die Kennzeichnungspflicht lässt jedoch viel Freizügigkeit zu, und erlaubt dadurch zum Teil unzureichende, teils irreführende Darstellungen und Bezeichnungen. Verschiedene Arten der Futtermittel aus industrieller Erzeugung:
Alleinfutter
Hierbei muss sichergestellt sein, dass die Versorgung des Hundes durch ausreichende Nährstoffe gewährleistet ist. Das Alleinfutter ist in drei verschiedenen Variationen erhältlich:
- Trockenfutter; 3 – 12 % Wassergehalt
- Feucht- oder Dosenfutter; 60 – 87 % Wassergehalt
- Halbfeuchte Futter; 20 – 35 % Wassergehalt
Ergänzungsfutter
Wie das Wort schon erahnen lässt, handelt es sich hierbei um Futter, welches die Gesamternährung des Tieres in der Aufnahme von unentbehrlichen Nährstoffen unterstützen soll, das kann sein:
- eiweißreiche Ergänzungsfuttermittel; wenn das Tier einen Mangel aufweist
- Mineralfutter, auch mit Vitaminen angereichert; bei einem Vitaminmangel des Tieres
- Kohlenhydratreiches Ergänzungsfutter; beispielsweise als Ergänzung zu einer Diät
Beifutter
Das kann alles sein, was der Hund sowieso gerne mag. Es kann und darf als Ergänzung zu jeder Art von Futter dazugegeben werden, unter anderem als Belohnung oder auch als Mittel zur Zahnreinigung, Beruhigung, oder einfach nur so:
- Knabberstangen
- Leckerlis
- Kauknochen
- Hundekekse
Wie hochwertig ist die Qualität von industriell hergestellten Futtermittel?
Lange Zeit waren diese Arten von Futtermittel verpönt. Heute hingegen tragen Herstellungsbetriebe mit hohen Qualitätsstandards dazu bei, dass hochwertige Produkte auf dem Markt vorherrschen. Die EU hat ein großes Augenmerk auf strenge Kontrollen im Sinne der Qualitätssicherung. Deshalb kann davon ausgegangen werden, dass innerhalb der EU hochwertiges Futtermittel im Handel erhältlich ist. Dennoch können Angaben auf den Verpackungen von Futtermittel irritierend sein.
Die Erzeuger von Futtermittel sind per Gesetzt verpflichtet, sowohl nach deutschem und europäischen Recht, auf der Verpackung anzugeben, um welche Art von Futtermittel es sich handelt. D. h., ob es sich um Allein- bzw. Ergänzungsfutter handelt. Bei letzterem muss die Angabe zusätzlich beinhalten, was zusätzlich gefüttert werden muss, um einer Vollwertige Mahlzeit für das Tier zu erzielen.
Weiter Auszüge aus dem Futtermittelrecht beinhalten, unter anderem:
- die Kennzeichnung muss so deutlich formuliert sein, dass der Käufer den Wert und die Einsatzmöglichkeit des Futters beurteilen kann.
- das Futtermittel darf nur zugelassene Zusatzstoffe enthalten
- keines der Inhaltsstoffe darf gesundheitsschädigend für das Tier sein
- das Produkt muss von handelsüblicher Reinheit und Unverdorbenheit sein
Muss der Vierbeiner – durch Variation des Futters – verwöhnt werden?
Das kann rein „wissenschaftlich“ nicht mit Fakten untermauert werden. In der Regel gilt: Fühlt sich das Tier mit seiner Standardnahrung wohl und ist sorgsam mit allen Nährstoffen versorgt, kann man diese problemlos beibehalten. Auf eine gelegentliche Alternative wird das Tier bestimmt positiv reagieren.
Gutes für die Hundezähne!
Nahezu jeder Hund freut sich über einen Kauknochen oder ein ähnliches Produkt, welches zum einen zur Beschäftigung beitragen kann, und andererseits die Gesunderhaltung des Kauapparates und der Zahngesundheit im Allgemeinen in hohem Maße fördert. Sehr beliebt sind hier beispielsweise Büffelhautknochen und ähnliches. Dieses „Spielzeug für den Hund“ sollte aus tierischen Nebenprodukten bestehen, damit sie gut zerkaut und abgeschluckt werden können. Und für die besonderen Gourmets in der Hundewelt, stellen die Erzeuger von Futtermitteln eine Vielzahl an Trockenprodukte her, z. B. hart Hundekekse etc. Leckerlis sollten jedoch 15 % der Tagesration an Futter nicht überschreiten.
Optische Schönheit spricht für optimale Ernährung!
Neben der Figur, siehe Köperkonditionsindex, sprechen ein glänzendes Fell, ein aufgewecktes und interessiertes Tier und auch eine gute Verdauung für eine optimale, dem Tier gerechte Ernährung. Mangelerscheinungen durch Fehlernährung können sich beispielsweise auch in einem aggressiven oder sehr ängstlichen Verhalten zeigen.
Stetiges Gewicht
Ein sehr starker Gewichtsverlust oder eine sehr starke Gewichtszunahme können ebenfalls Indikatoren für eine falsche Ernährung des Hundes sein. Der Hund sollte regelmäßig einmal im Monat gewogen werden. Daraus kann abgeleitet werden, ob die Rationen unter Umständen zu groß oder zu gering ausfallen.


